Stichprobe 09 – Freie Duisburger Künstler

Stichprobe 09
Eine Ausstellung der Freien Duisburger Künstler
5. Juni – 27. Juni 2009
Sie und Ihre Freunde sind zur Eröffnung der Ausstellung am 5. Juni herzlich eingeladen. Beginn: 19 h
Es sprechen:
Herr Udo Vohl, Ratsherr und Vorsitzender des Kulturbeirats der Stadt Duisburg
Frau Dr. Susanne Höper-Kuhn, Kunsthistorikerin
Zum Abschluss der Ausstellung laden wir Sie am 27. Juni zu einem Künstlerfest mit Simone Helle ein.
Beginn: 20 h
Die Ausstellung ist geöffnet:
donnerstags, freitags und samstags zwischen 17.30 h und 20 h.
Kunstverein Duisburg
47059 Duisburg, Weidenweg 10; fon 0203.718 78 41
Hier sind die 40 Künstler, die in der Ausstellung “Stichprobe 09″ Arbeiten im Format von 40×40 cm zeigen:
Elisabeth Abele-Mercator
Petra Anders
Sabine Bazan
Ingrid Beer
Rudi Behnke
Wolfgang Bittner
Stacey Blatt
Christina Böckler
Klaus-D. Brüggenwerth
Horst Christ
Gariele Dietz-Burgard
Andrea Fehr
Barbara Frintrop
Susanne Gresens-Friebe
Claudia A. Grundei
Ingrid Handzlik
Troyali Hektor
Andy Hellenbrand
Carolin Höbing
Mauga Houba-Hausherr
Heide Illmann
Günter Kühn
Elisabeth Lünemann
Ingrid Penders
Sylvia Reuße
Willibald Rösch
Angelika Ruckdeschel
Sandra Schiwara
Karl-Julius „Lu“ Schmid
Martin Schmitz
Thomas Schönhagen
Wolfram Schwab
Cornelia Schweinoch-Kröning
Thomas Schwiening
Angelika Stienecke
Sarah Stienecke
Josef Tobias
Ines van der Ende
Wilfried Weiß
Barbara Wolf










Dank, Zustimmung, Kritik, Plädoyer
Ein ausdrückliches Dankeschön den FDK-Sprecher dafür, die Organisation dieser Ausstellung in Angriff genommen zu haben, und den Verantwortlichen des Weidenwegs, als Gastgeber die Ausstellungsräumlichkeit zur Verfügung zu stellen!
Ausdrückliche Zustimmung für die Sprecher auch dafür, sich die Möglichkeit der Auswahl, der Ausjurierung, vorzubehalten – auch bei nur einem eingereichten Werk (!), sei es auf Grund der (mangelnden) Qualität des einzelnen Werkes, sei es unter dem Gesichtspunkt eines stimmigen Gesamteindruckes der Ausstellung oder auf Grund einer zu hohen Gesamtzahl der eingereichten Werke, dem nötigenfalls auch ein an sich qualitätvolles Einzelwerk „zum Opfer fallen“ kann (So die sinngemäße Info aus dem Sprecherkreis)!
Den Verantwortlichen des Weidenwegs unterstelle ich zunächst einmal ein gleiches Ansinnen und dafür auch für sie Zustimmung! Zudem sehe ich es für sie als nur zu legitim an, mit einem solchen Ansinnen den Ruf als Ausstellungsort anspruchsvollerer Kunst unterstreichen zu wollen.
Kritik übe ich allerdings FDK-Sprechern wie Weidenweg-Verantwortlichen gegenüber daran, dass dabei die Gastgeber – was Ausjurierung und Hängung angeht – das „letzte Wort“ haben sollen. Dies entnehme ich gleichgerichteten Auskünften aus dem Sprecherkreis (Sinngemäß:„Der Weidenweg ist Gastgeber, also haben sie das letzte Wort!“) wie von Seiten des Weidenwegs (Sinngemäßg: „Der Verein ist Ausrichter, also liegt die letzte Entscheidung bei ihm!“).
Für mich ist diese Ansicht befremdlich und bedenklich; aus der Sache ist lässt sie sich jedenfalls nicht ableiten!
Was die sinngemäß zitierte Auskunft seitens des Weidenweg angeht, handelt sich für mich um das „Argument der Macht“!
Und wenn man sich im Sprecherkreis mit einer Mitsprache zufrieden gibt, bedeutet das für mich, die „Autonomie“ und „Souveranität“ der Gruppierung der freien Künstler aus der Hand zu geben!
Ich würde es sehr begrüßen und unterstützen, wenn die Sprecher klar zu einer Ausjurierung stehen und sich selbstverständlich diesbezüglich auch die letzte Entscheidung (Verantwortung) nicht aus der Hand nehmen lassen würden! Und wenn dies sowohl in der Wahrnehmung durch die „eigenen Leute“ (also die Gruppierung der freien Künstler) als auch in der Wahrnehmung durch Außenstehende wäre! Dies würde dem Ansehen der FDK nützen.
Dies z.B. auch in Hinblick auf Vertreter potentieller Ausstellungsinstitutionen, die sich meines Erachtens nach dann grundsätzlich „leichter täten“, ihre Räumlichkeiten zukünftigen Ausstellungen der FDK zur Verfügung zu stellen.
ICH bewerbe mich nur bei Ausschreibungen, wenn mir die Ausschreibungsbedingungen gefallen – dass mit dem Veranstalter diskutiert wird habe ich noch nie gehört . . .
Klaus,
Dein Kommentar enthält mir doch etwas zu viel (subtiles) „Bescheidgeben“ darüber, was gängige Praxis zu sein hat; er hat insofern auch etwas Anmaßendes: Selbstverständlich lasse ich es mir nicht nehmen, mich bei dieser Ausschreibung zu beworben zu haben UND mit dem Veranstalter oder sonst wem zu diskutieren und dass nicht nur, weil ich FDK-Mitglied bin…
In diesem Zusammenhang möchte ich Dir aber auch die Frage stellen, was Du mit Deinem Kommentar eigentlich bezwecken willst. Was willst Du, der stellvertretender Vorsitzende des Duisburger Kunstvereins am Weidenweg, erreichen, wenn Du zu suggerieren versuchst, dass mein „Diskutieren“ doch etwas „abseitig“, etwas „außer der Norm“ ist (So hast DU doch von so etwas noch nie gehört!)? Welche Absichten und Interessen verfolgst Du mit diesem Manöver?
Die Stichworte „Veranstalter“ und „Ausschreibungen/Ausschreibungsbedingngen“ in Deinem Kommentar
Interessant erscheint mir auch eine Beantwortung der Frage, wer für Dich der Veranstalter der Ausstellung „Stichprobe 09“ìst. Interessant ist aber auch, was die FDK-Vertreter dazu sagen.
Bemerkenswert jedenfalls dieser feine Unterschied: von FDK-Seite hörte ich für die Weidenweg-Vertreter die Umschreibung „Gastgeber“, von Seiten eines Weidenweg-Vertreters wurde der Weidenweg aber als „Ausrichter“ bezeichnet…
Was ich mir wünsche für die „Stichprobe 09“ ist das, was ich im Ausschreibungstext und im Flyer angekündigt wurde: Dass es sich bei der „Stichprobe 09“ um „eine Ausstellung der FDK im Kunsthaus Weidenweg“ handelt – ein „vom Kulturbeirat der Stadt Duisburg über das Kulturbüro gefördertes Ausstellungsprojekt“ (bei dem dann auch – richtigerweise – „für die Öffnungszeiten der FDK für selbst sorgen muss“) (sinngemäß zitiert).
Sicherlich ist wegen des wahrlich nicht zu unterschätzenden Aufwandes, den eine solche Ausstellung mit sich bringt, eine Kooperation im Sinne einer aktiven, über die blosse Zuverfügungsstellung von Räumlichkeiten hinausgehenden Mithilfe durch die Gastgeber vom Weidenweg nur zu begrüßen. Dafür auch noch mal Anerkennung und Dank! Allerdings sollte m. E. die Federführung, die Regie selbstverständlich eindeutig auch dann noch bei den FDK-Vertretern bleiben.
Nur zu berechtigt fände ich es auch, wenn der Weidenweg für seine Gastgeberschaft und seine Kooperationsbereitschaft eine vernünftige Ausjurierung und Hängung zur Bedingung gemacht haben sollte – hat er doch mittlerweile einen Ruf zu verlieren!
Aber wenn dann für die Ausjurierung keine fachkundige Jury mit außenstehenden Dritten zur Verfügung stand (Warum eigentlich nicht Frau Dr. Höper-Kuhn ?), so hätte doch zumindest die letzte Entscheidung, das letzte Wort bei den FDK-Vertretern verbleiben sollen (zumal sie ja auch über die notwendige „fachliche“ Kompetenz verfügen)!
Konkret möchte ich persönlich keine Parteilichkeit unterstellen. Aber bei ca. einem Viertel der teilnehmenden Künstlern handelt es sich um Mitglieder des am Weidenweg ansässigen Kunstvereins und allein deshalb erscheint mir auch schon nur eine „Mitsprache“ von Weidenweg-Vertretern am Jurierungsverfahren (mit Ausnahme der FDK-Sprecherin Angelika Stienecke) in Hinblick auf eine glaubwürdige Darstellung nach innen (FDK) und außen (Unterstützer, Öffentlichkeit) nicht unproblematisch! Erst recht gilt das für den Fall, dass die letzte Entscheidung, das letzte Wort dem Weidenweg vorbehalten blieb!
Diese letzte Entscheidung an Weidenweg-Vertreter abzutreten mit der Begründung, die seien ja nun mal die Gastgeber, kann man meines Erachtens aus keiner sachlichen Notwendigkeit ableiten.
Und wenn dann ein Weidenweg-Vertreter den Anspruch auf ein solche letzte Entscheidung damit begründet, dass man ja der „Ausrichter“ sei, kommt Unbehangen auf. Und dieses wird nicht kleiner nach obigem Kommentar des stellvertretenden Vorsitzenden des gastgebenden Kunstvereins.