
KLIMAZONE 2010 ist die Projektplattform auf der das Kunsthaus Mülheim e.V. gefördert von der Menerga GmbH den Kunstwettbewerb Kunst+KlimaKiste ausschreibt:
Klima ist in erster Linie ein meteorologischer Begriff, der alle Wettererscheinungen in einem bestimmten Bereich über einen langen Zeitraum einbezieht, also zunächst die natürlichen Gegebenheiten der Erde erfasste.
Trotz der Einsicht, Klimaveränderungen wahrnehmen zu müssen, ist das Problembewusstsein des einzelnen gering. Relativierung oder Horrorszenarien je nach Standpunkt von Politik oder Wirtschaft, Wissenschaft oder Medien schieben die Last der Verantwortung in ein globales Gewissen. Die Überdimension macht den Menschen unfähig, die Gefahr als real wahrzunehmen.
Der österreichische Sozialphilosoph und Schriftsteller Günther Anders (1902-1992) nennt dies „Apokalypseblindheit“ und sieht in der Kunst und ihrem freien Gedankenspiel die Möglichkeit und die Aufgabe, Projekte zu entwickeln, die die Situation und ihre Konsequenzen vorstellbar – und fühlbar machen.
Im übertragenen Sinne ist Klima ein Synonym für die an einem Ort herrschenden (sozialen) Lebensumstände oder die eigene Gefühlslage. Dabei sind es nicht nur die Bedingungen, die unser Leben bestimmen, sondern vor allem die Art und Weise wie wir mit ihnen umgehen, unsere Einstellungen, die über unser Glück entscheiden. Für die Kiste steht der Seecontainer.
Jedem Künstler/jeder Künstlerin steht ein See-Container (außen ca. 6 m lang, 2,4 m breit, 2,5 m hoch) zur Verfügung, um eine Position aus dem gesamten Themenbereich Kunst + Klima zu realisieren.
Jury
Findet in der Zeit vom 15. Bis 31. Mai 2010 statt.
Mitglieder der Jury sind:
Prof. Dr. Raimund Stecker (Direktor Wilhelm Lehmbruck Museum)
Dr. Beate Reese (Leiterin Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr),
Anja Bauer (Kuratorin Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr),
Barbara Deblitz (Künstlerin, Kunsthaus Mülheim e.V.) und
Alexander Voß (Künstler, Kunsthaus Mülheim e.V.)
e-mail: kunsthaus-mh@web.de www.kunsthaus-mh.de
Hier die Infos als PDFs:
KunstKlima_Anmeldeformular
KunstKlima_Ausschreibungsbestimmungen
KunstKlima_konzept
Kunst+KlimaKiste
Projekt-Wettbewerb für KünstlerInnen
ist die Projektplattform auf der das
Kunsthaus Mülheim e.V. gefördert von der
Menerga GmbH den Kunstwettbewerb Kunst+KlimaKiste ausschreibt:
Klima ist in erster Linie ein meteorologischer Begriff, der alle Wettererscheinungen in
einem bestimmten Bereich über einen langen Zeitraum einbezieht, also zunächst die
natürlichen Gegebenheiten der Erde erfasste.
Trotz der Einsicht, Klimaveränderungen wahrnehmen zu müssen, ist das
Problembewusstsein des einzelnen gering. Relativierung oder Horrorszenarien je nach
Standpunkt von Politik oder Wirtschaft, Wissenschaft oder Medien schieben die Last der
Verantwortung in ein globales Gewissen. Die Überdimension macht den Menschen
unfähig, die Gefahr als real wahrzunehmen.
Der österreichische Sozialphilosoph und Schriftsteller Günther Anders (1902-1992) nennt
dies „Apokalypseblindheit“ und sieht in der Kunst und ihrem freien Gedankenspiel die
Möglichkeit und die Aufgabe, Projekte zu entwickeln, die die Situation und ihre
Konsequenzen vorstellbar – und fühlbar machen.
Im übertragenen Sinne ist Klima ein Synonym für die an einem Ort herrschenden
(sozialen) Lebensumstände oder die eigene Gefühlslage. Dabei sind es nicht nur die
Bedingungen, die unser Leben bestimmen, sondern vor allem die Art und Weise wie wir
mit ihnen